Roborock mit Home Assistant – der Saugroboter wird Teamplayer
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ROBOROCK MIT HOME ASSISTANT – DER SAUGROBOTER WIRD TEAMPLAYER

Der Roboter richtet sich nach dem Leben, nicht nach der Uhr
Passende Hardware im Überblick
Saugroboter, die sich sauber einbinden lassen:
Roborock QV 35A mit Wischfunktion – die Empfehlung fürs Preis-Leistungs-Verhältnis (Link)*
Roborock Qrevo S5V – mit Absaugstation für lange Pausen (Link)*
Die Zentrale für Home Assistant:
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – Reserve für viele Integrationen (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 4GB RAM – genügt für ein normales Smart Home (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set – der günstige Einstieg (Link)*
Home Assistant Green – fertige Zentrale ohne Bastelei (Link)*
Speicher und Strom für den Dauerbetrieb:
Geekworm X1001 M.2-HAT für den Pi 5 (Link)*
Intenso M.2 NVMe SSD 500GB – wenn es günstig sein soll (Link)*
Crucial P310 NVMe SSD 500GB – die schnellere Wahl (Link)*
Offizielles 27-W-Netzteil für den Pi 5 (Link)*
Geekworm X1200 USV – überbrückt kurze Stromausfälle (Link)*
Auslöser und Ausgabe für gute Putz-Automationen:
Aqara Präsenzmelder FP2 – erkennt, ob wirklich jemand im Raum ist (Link)*
Aqara FP1E – der günstige Präsenzmelder (Link)*
Home Assistant Voice PE – Saugbefehle per Zuruf (Link)*
Sonos Era 100 – Ansagen statt stiller Push-Meldungen (Link)*
Sonoff Zigbee-Stick MG24 – für Tür- und Fenstersensoren als Auslöser (Link)*
Kurz gesagt: Wie bindet man Roborock in Home Assistant ein?
Die Kurzfassung:
- Offizielle Integration: „Roborock" gehört seit 2023 zum festen Bestand von Home Assistant. Kein HACS, kein Add-on – nur die Mailadresse des Roborock-Kontos und ein Bestätigungscode, der per Mail kommt.
- Halb lokal, halb Cloud: Befehle und Statusabfragen laufen direkt im Heimnetz, Anmeldung, Kartenbilder und Routinen laufen über die Server des Herstellers. Ganz ohne Internet startet die Anbindung nicht.
- Was ankommt: Saugroboter-Entität mit Start, Stopp, Saugstufe und Rückkehr zur Station, dazu Wischstufe, Karte als Bild, Verschleißzähler für Bürsten und Filter, Kindersicherung, Ruhezeiten und Lautstärke.
- Räume statt Koordinaten: Die in der App benannten Zimmer lassen sich Home-Assistant-Bereichen zuordnen. Danach genügt die Auswahl eines Bereichs, um gezielt Küche oder Flur reinigen zu lassen.
- Abfrage alle 30 Sekunden: Der Roboter meldet Änderungen nicht von selbst. Für Automationen reicht das, für sekundengenaue Anzeigen nicht.
- Der eigentliche Gewinn: Der Zeitplan der App kennt nur die Uhr. Home Assistant weiß, ob jemand zu Hause ist, ob das Kind schläft und ob gerade eine Videokonferenz läuft.
Roborock mit Home Assistant verbinden – was die Integration liefert
Roborock mit Home Assistant zu koppeln holt den Saugroboter aus seiner App-Insel heraus. Statt eines starren Zeitplans, der stur um zehn Uhr losfährt, entsteht ein Gerät, das sich in den Ablauf des Haushalts einfügt – und das bedeutet in den meisten Fällen: Es saugt genau dann, wenn niemand da ist, und schweigt, wenn Ruhe gebraucht wird.
Die Anbindung ist eine offizielle Integration im Kern von Home Assistant und deckt die aktuellen Baureihen ab – von der S- und Q-Serie über die QV-Modelle bis zu Qrevo und Saros. Auch die Zusatzgeräte des Herstellers tauchen auf: Nass-Trocken-Sauger der Dyad-Reihe und der Waschtrockner Zeo One melden ihren Zustand, allerdings ausschließlich über die Cloud und mit deutlich weniger Details.
Interessant ist der Aufbau der Verbindung. Nach dem Anmelden holt sich die Integration die Zugangsdaten der Geräte aus der Cloud und spricht die Roboter danach direkt im Heimnetz an – über TCP-Port 58867 und UDP-Port 58866. Das macht Befehle schnell und unabhängig von der Leitungsqualität. Kartenbilder, in der App angelegte Routinen und alle Nicht-Sauger laufen dagegen weiter über die Server des Herstellers. Ganz cloudfrei ist die Lösung damit nicht, aber deutlich flotter als eine reine Cloud-Anbindung.
An Entitäten liefert die Integration alles, was man für vernünftige Automationen braucht: die Saugroboter-Entität selbst, Sensoren für gereinigte Fläche, Dauer, Akku, Fehlerzustand und Reststandzeiten von Haupt- und Seitenbürste, Filter und Sensoren, binäre Sensoren für Ladevorgang, angesetzten Wischaufsatz und Wassermangel, Auswahlfelder für Wischintensität und Absaugmodus, Schalter für Kindersicherung, Statuslicht und Nicht-Stören sowie eine Karte als Bild-Entität.
Roborock in Home Assistant einrichten – Schritt für Schritt
- Roboter in der App fertig einrichten: Konto anlegen, Gerät verbinden, Karte einmal komplett fahren lassen und die Nutzungsbedingungen bestätigen. Ein nicht bestätigtes Konto führt später zu einer Fehlermeldung bei der Anmeldung.
- Räume benennen: Küche, Flur, Bad und Schlafzimmer in der App sauber benennen und Raumgrenzen prüfen. Genau diese Namen tauchen später in Home Assistant auf.
- Integration hinzufügen: Unter Einstellungen → Geräte & Dienste die Integration „Roborock" wählen und die Mailadresse des Kontos eintragen.
- Region und Code: Als Server-Region die automatische Erkennung stehen lassen und den Bestätigungscode eintragen, der per Mail eintrifft. Danach erscheinen alle Roboter des Kontos.
- Feste IP vergeben: Dem Roboter im Router eine feste IP-Adresse zuweisen. Wechselt sie, findet Home Assistant den lokalen Weg nicht mehr und fällt auf die langsamere Cloud zurück.
- Räume auf Bereiche legen: In den Einstellungen der Saugroboter-Entität die Kartenabschnitte den Bereichen von Home Assistant zuordnen. Anschließend lässt sich gezielt „nach Bereich reinigen" – ein Dienstaufruf pro Zimmer, ohne Koordinatenbastelei.
- Karte aufs Dashboard: Die Bild-Entität mit der Karte als Karte im Dashboard einbinden. Wer Zonen antippen und den Roboter losschicken will, ergänzt eine spezielle Karten-Erweiterung aus HACS.
- Erste Automation bauen: Auslöser ist die Abwesenheit aller Bewohner, Aktion eine Komplettreinigung. Alles Weitere kommt später von selbst dazu.
Cloud, lokal oder Matter – die Wege im Vergleich
Neben der offiziellen Integration gibt es weitere Möglichkeiten, einen Saugroboter anzusprechen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wie viel Kontrolle man bekommt und wie viel Bastelei dafür nötig ist.
| Weg | Was ankommt | Aufwand und Risiko |
|---|---|---|
| Offizielle Integration | alle Entitäten, Räume, Karte, Verschleißwerte | gering – Konto-Login genügt |
| Matter | Grundfunktionen wie Start, Stopp und Rückkehr, dafür ohne Internet nutzbar | gering, aber deutlich weniger Funktionen |
| Hersteller-App parallel | Karten pflegen, Sperrzonen, Firmware-Updates | bleibt ohnehin nötig |
| Rooten und eigene Firmware | komplett cloudfrei, volle Hoheit über die Daten | hoch – Garantieverlust, nicht jedes Modell geht |
Für die allermeisten Haushalte ist die offizielle Integration die richtige Wahl: Sie liefert die größte Funktionsvielfalt bei geringstem Aufwand. Matter ist dort interessant, wo ein Modell von der Integration nicht vollständig unterstützt wird oder wo die Steuerung ausdrücklich auch bei ausgefallener Internetverbindung funktionieren soll – der Funktionsumfang ist dann allerdings auf das Nötigste beschränkt.
Der Weg über eine eigene Firmware ist die Königsdisziplin für Enthusiasten. Er befreit den Roboter vollständig von der Hersteller-Cloud, verlangt aber je nach Modell erheblichen Aufwand, kostet die Garantie und ist bei neueren Geräten nicht immer möglich. Wer diesen Schritt erwägt, sollte vorher prüfen, ob die konkrete Modellvariante überhaupt unterstützt wird – und ein aktuelles Backup der Zentrale bereithalten.
Automationen für den Saugroboter, die im Alltag taugen
Erst die Verknüpfung mit dem Rest des Hauses macht aus dem Roboter ein Gerät, das man nicht mehr bemerkt – außer am Ergebnis. Diese Muster tauchen in Berichten aus der Community immer wieder auf.
- Der Unsichtbare: Verlassen alle Bewohner das Haus, startet die Komplettreinigung. Kehrt jemand zurück, fährt der Roboter zurück zur Station. Die Anwesenheit liefert das Handy oder die FRITZ!Box anhand der angemeldeten Geräte.
- Fleck-Kommando: Ein Knopf auf dem Dashboard oder ein NFC-Aufkleber am Esstisch schickt den Roboter in genau die Zone, in der nach dem Frühstück Krümel liegen.
- Ruhe-Garantie: Während einer Videokonferenz, im Mittagsschlaf-Zeitfenster oder wenn ein Präsenzmelder das Arbeitszimmer als besetzt meldet, bleibt der Roboter stehen oder überspringt den Raum.
- Wartungs-Butler: Fällt die Reststandzeit von Bürste oder Filter unter einen Schwellwert, kommt eine Nachricht per Telegram – statt der bösen Überraschung, wenn die Saugleistung schleichend nachlässt.
- Fehler melden statt verschlucken: Bleibt der Roboter unter dem Sofa hängen oder meldet Wassermangel, gibt der Lautsprecher im Wohnzimmer eine Ansage aus.
- Putzen nach Ereignis: Der Türsensor meldet, dass der Hund von einer Runde im Regen zurückkommt – der Flur wird eine halbe Stunde später gewischt.
- Szene „Besuch kommt": Eine Szene schickt den Roboter zurück zur Station, dimmt das Licht und macht die Musik an.
Fehler und Stolpersteine bei der Roborock-Anbindung
- Geräte plötzlich nicht verfügbar: Die Roborock-Cloud begrenzt die Zahl der Anfragen. Zu viele Abfragen – etwa durch mehrere Anbindungen aus demselben Netz – führen zu einer zeitweisen Sperre der IP-Adresse. Abwarten und die Zahl der Abfragen reduzieren.
- Werbeblocker als Störenfried: Läuft im Netz Pi-hole oder AdGuard Home, landen die Server des Herstellers gern in einer Sperrliste. Die IP des Roboters von der Filterung ausnehmen.
- Anmeldung schlägt fehl: Fast immer sind die Nutzungsbedingungen im Konto nicht bestätigt oder es wurde die falsche Server-Region gewählt.
- Ports blockiert: Für den lokalen Weg muss die Zentrale den Roboter über TCP 58867 und UDP 58866 erreichen. Getrennte Netze für Smart-Home-Geräte sind hier die häufigste Ursache für Probleme.
- Karte bleibt leer: Kartenbilder kommen aus der Cloud und erscheinen erst, wenn der Roboter eine vollständige Karte angelegt hat. Nach einem Kartenreset dauert es eine Reinigungsfahrt, bis wieder etwas zu sehen ist.
- Zimmerreihenfolge lässt sich nicht festlegen: Der Roboter arbeitet ausgewählte Bereiche in seiner eigenen Reihenfolge ab. Wer eine feste Abfolge will, ruft die Räume nacheinander mit Wartezeiten auf.
- Alles auf einer Speicherkarte: Die Datenbank von Home Assistant schreibt permanent. Auf einer Karte ist das ein Countdown, auf einer SSD kein Thema.
Häufige Fragen zu Roborock mit Home Assistant
Funktioniert die Integration komplett ohne Cloud?
Nein. Befehle und Statusabfragen laufen lokal, aber Anmeldung, Kartenbilder und Routinen brauchen die Server des Herstellers. Komplett cloudfrei wird es erst mit eigener Firmware – oder eingeschränkt über Matter.
Welche Roborock-Modelle werden unterstützt?
Die aktuellen Baureihen S, QV, Qrevo und Saros laufen vollständig. Bei einzelnen Varianten der Q-Serie ist der Umfang unterschiedlich; dort hilft im Zweifel die Matter-Anbindung weiter.
Kann ich einzelne Räume reinigen lassen?
Ja. Die Kartenabschnitte werden einmalig den Bereichen in Home Assistant zugeordnet, danach genügt die Auswahl des Bereichs. Eine bestimmte Reihenfolge der Zimmer unterstützt der Roboter allerdings nicht.
Brauche ich die Roborock-App weiterhin?
Ja, für Karten, Sperrzonen, virtuelle Wände und Firmware-Updates. Der Alltag – starten, stoppen, Räume wählen, Zustand ansehen – wandert danach vollständig in Home Assistant.
Wie oft aktualisieren sich die Werte?
Alle 30 Sekunden. Der Roboter schickt keine Meldungen von selbst, deshalb hinkt die Anzeige einem Zustandswechsel kurz hinterher. Für Automationen ist das ohne Belang.
Läuft das auf einem Raspberry Pi?
Problemlos. Die Integration erzeugt kaum Last – ein Pi 4 genügt, ein Pi 5 mit 4 oder 8 GB ist die bequemere Basis, wenn weitere Integrationen dazukommen. Eine Einordnung liefert die Übersicht zur Home-Assistant-Hardware.
Kann ich den Roboter per Sprache steuern?
Ja. Über den eingebauten Sprachassistenten oder eine Anbindung an einen der großen Assistenten wird „Sauge die Küche" zu einem gewöhnlichen Dienstaufruf.
Fazit
Roborock mit Home Assistant gehört zu den Anbindungen, die sich schon nach einer Woche bezahlt machen: Konto verbinden, Räume auf Bereiche legen, zwei Automationen bauen – und aus dem Gerät mit Zeitplan wird ein Haushaltshelfer, der auf den Alltag reagiert. Unsere klare Empfehlung: Nimm die offizielle Integration und lass die Finger von Bastellösungen, solange kein zwingender Grund dagegen spricht. Sie liefert Räume, Karte und Verschleißwerte ohne Aufwand, und der lokale Weg macht die Steuerung angenehm schnell. Zwei Dinge sollte man von Anfang an richtig machen: eine feste IP für den Roboter und eine SSD unter der Zentrale. Wer beides beherzigt und Home Assistant auf dem Raspberry Pi betreibt, hat einen Saugroboter, der endlich mitdenkt statt nur auf die Uhr zu schauen.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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