SmartThings mit Home Assistant – Samsungs Welt am Pi
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SMARTTHINGS MIT HOME ASSISTANT – SAMSUNGS WELT AM PI

Die Restzeit der Waschmaschine wird zum Automations-Trigger
Passende Hardware im Überblick
Hubs, Sticks und Zentralen:
Aeotec Smart Home Hub 2 – der aktuelle SmartThings-Hub (Link)*
Sonoff Zigbee-Dongle MG24 – der günstige Weg in die Unabhängigkeit (Link)*
Home Assistant Connect ZBT-2 – Zigbee und Thread im offiziellen Stick (Link)*
Aeotec Z-Stick 10 Pro – für vorhandene Z-Wave-Geräte (Link)*
Home Assistant Connect ZWA-2 – die Z-Wave-Alternative (Link)*
Boards für die eigene Zentrale – jede RAM-Größe:
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – wenn noch Datenbanken dazukommen (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 4GB RAM – für reines Home Assistant völlig ausreichend (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set – wenn es günstig sein soll (Link)*
Home Assistant Green – die Fertiglösung ohne Basteln (Link)*
Speicher und Dauerbetrieb:
Geekworm X1001 M.2-HAT für den Pi 5 (Link)*
Crucial P310 NVMe SSD 500GB (Link)*
SanDisk Extreme A2 128GB als Start-Karte (Link)*
Offizielles 27-W-Netzteil (Link)*
Geekworm X1200 USV gegen Stromausfälle (Link)*
Geräte, die den Umzug auf eigenen Funk leicht machen:
NOUS A7Z Zigbee-Steckdose 16A mit Messfunktion (Link)*
Aqara Tür-/Fenstersensor im 3er-Set (Link)*
Shelly 1 Mini Gen3 für die Unterputzdose (Link)*
Kurz gesagt: Was bringt SmartThings mit Home Assistant?
Die Kurzfassung:
- Der eigentliche Grund: Samsung-Hausgeräte – Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Backofen, Kühlschrank, Klimaanlage und Fernseher – sprechen ausschließlich mit Samsungs Wolke. Die Integration ist der einzige offizielle Weg, diese Geräte auf den Pi zu holen.
- Einrichtung in Minuten: Integration „SmartThings" hinzufügen, mit dem Samsung-Konto anmelden, fertig. Kein Personal Access Token, keine öffentlich erreichbare Adresse, kein Webhook – die alten Anleitungen aus der Zeit vor 2025 sind überholt.
- Das Highlight: Für Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine und Backofen entstehen Sensoren für Betriebszustand, Programmphase und voraussichtliche Endzeit. Damit ist die „Wäsche ist fertig"-Nachricht ohne Mess-Steckdose möglich.
- Der Haken: Alles läuft über Samsungs Server. Ohne Internet steht die Integration still, und die Reaktionszeit hängt an der Wolke.
- Neu und wichtig: Samsung stellt den kostenlosen API-Zugang ab Oktober 2026 schrittweise ein. Für private Nutzer ist danach ein Personal Plan für 4,99 US-Dollar im Monat vorgesehen.
- Die Konsequenz: Zigbee- und Z-Wave-Geräte gehören an einen eigenen Funk-Stick am Pi. Nur die Samsung-Hausgeräte brauchen den Cloud-Weg wirklich.
SmartThings mit Home Assistant – was die Integration wirklich liefert
SmartThings mit Home Assistant zu verbinden lohnt sich vor allem für eine Gruppe: Haushalte mit Samsung-Technik. Wer eine Samsung-Waschmaschine, einen Samsung-Trockner, ein Family-Hub-Kühlschrank oder einen Samsung-Fernseher besitzt, kennt das Problem – all diese Geräte sind „smart", aber ihre Intelligenz endet in der SmartThings-App. Die offizielle Integration reißt diese Mauer ein und schiebt die Geräte als ganz normale Entitäten in die eigene Home-Assistant-Installation auf dem Raspberry Pi.
Technisch übersetzt die Integration das SmartThings-Modell der sogenannten Capabilities in Home-Assistant-Entitäten. Ein einzelnes Gerät wird dabei oft zu einem ganzen Bündel: Die Waschmaschine liefert einen Schalter, einen Betriebszustand, die Programmphase, die Restlaufzeit, dazu Auswahlfelder für Schleuderdrehzahl, Waschtemperatur und Verschmutzungsgrad. Der Fernseher erscheint als Media-Player mit Lautstärke, Quellenwahl und Kanalanzeige. Insgesamt bedient die Integration rund 19 Gerätekategorien – von Licht, Schloss und Rollladen über Klimageräte und Ventilatoren bis zu Saugrobotern, Ventilen und Warmwasserbereitern.
Der zweite Anwendungsfall ist der SmartThings-Hub selbst. Viele Haushalte haben ihn als Zigbee- und Z-Wave-Zentrale im Einsatz, oft als Aeotec-Modell oder als SmartThings Station. Auch die daran angelernten Funkgeräte tauchen in Home Assistant auf – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Der Weg führt vom Pi über das Internet zu Samsung, von dort zurück ins eigene WLAN und erst dann zum Hub. Ein Lichtschalter, der eigentlich zwei Meter entfernt hängt, macht damit eine Weltreise.
Genau deshalb ist die Integration weniger ein Dauerzustand als eine Brücke: unverzichtbar für alles, was Samsung nur über die Wolke herausgibt – und ein bequemer Zwischenschritt für alles andere.
SmartThings in Home Assistant einbinden – Schritt für Schritt
- Voraussetzungen prüfen: Ein Samsung-Konto, die SmartThings-App auf dem Smartphone und alle Geräte, die eingebunden werden sollen, bereits in der App eingerichtet. Was in der App fehlt, kann auch Home Assistant nicht sehen.
- Integration hinzufügen: In Home Assistant unter Einstellungen → Geräte & Dienste → Integration hinzufügen nach „SmartThings" suchen. Häufig meldet sich die Integration sogar von selbst, weil ein SmartThings-Gerät im Netzwerk erkannt wurde.
- Am Samsung-Konto anmelden: Es öffnet sich die Anmeldeseite von Samsung. Nach der Bestätigung der Freigabe kehrt der Browser zu Home Assistant zurück – der Zugriff läuft danach über ein erneuerbares Zugriffstoken im Hintergrund.
- Standort wählen: Besteht das SmartThings-Konto aus mehreren Standorten (etwa Wohnung und Ferienhaus), wird der gewünschte Ort ausgewählt. Alle Geräte, Räume und Szenen dieses Standorts landen anschließend in Home Assistant.
- Aufräumen: Ein Samsung-Kühlschrank kann zwei Dutzend Entitäten mitbringen. Alles, was nicht gebraucht wird, in den Geräte-Einstellungen deaktivieren – das hält das Dashboard und die Datenbank schlank.
- Fernbedienung freischalten: Viele Samsung-Hausgeräte lassen sich erst dann von außen steuern, wenn am Gerät selbst die Fernsteuerung aktiviert ist. Fehlt dieser Schritt, sind die Entitäten sichtbar, aber Befehle laufen ins Leere.
- Erste Automation bauen: Der Sensor mit der voraussichtlichen Endzeit der Waschmaschine ist der ideale Einstieg – daraus wird in wenigen Minuten eine Automation, die eine Nachricht aufs Handy schickt.
- Sichern: Nach der Einrichtung ein Backup ziehen. Die Verknüpfung mit dem Samsung-Konto steckt darin und muss nach einer Wiederherstellung nicht neu aufgebaut werden.
SmartThings-API wird kostenpflichtig – was ab Oktober 2026 gilt
Samsung hat angekündigt, den freien Zugang zur SmartThings-API ab Oktober 2026 schrittweise zu beenden. Für gewerbliche Partner entstehen gestaffelte Bezahl-Stufen, für private Entwickler und Bastler ist ein Personal Plan für 4,99 US-Dollar im Monat vorgesehen. Wer nur die SmartThings-App benutzt, ist davon ausdrücklich nicht betroffen – wer die API nutzt, und dazu zählt die Home-Assistant-Integration, muss sich entscheiden.
Das ist ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Die interessantere Frage lautet, wofür man diesen Zugang überhaupt braucht. Denn alles, was per Zigbee oder Z-Wave funkt, kann der Pi selbst – lokal, schneller und dauerhaft kostenlos.
| Kriterium | Weg über SmartThings | Eigener Funk-Stick am Pi |
|---|---|---|
| Wo läuft die Steuerung? | Samsung-Server im Internet | komplett im eigenen Haus |
| Kosten ab Oktober 2026 | Personal Plan, 4,99 US-Dollar im Monat | keine laufenden Kosten |
| Reaktion auf Schalter | spürbare Verzögerung | praktisch verzögerungsfrei |
| Bei Internet-Ausfall | nichts geht mehr | läuft weiter |
| Samsung-Hausgeräte | nur so erreichbar | nicht möglich |
| Aufwand | Anmeldung, fertig | Geräte neu anlernen |
Der Umzug der Funkgeräte ist weniger dramatisch, als er klingt. Zigbee-Geräte werden am SmartThings-Hub entfernt, in den Anlernmodus versetzt und an Zigbee2MQTT oder die eingebaute ZHA-Integration neu angelernt – bei einem Sensor dauert das keine zwei Minuten. Wie das Funknetz danach aufgebaut sein sollte, erklärt die Übersicht zu Zigbee; für den Bestand an Z-Wave-Geräten übernimmt die Z-Wave-Integration mit passendem Controller. Am Ende bleibt SmartThings genau für das übrig, wofür es keine Alternative gibt: Samsungs eigene Hausgeräte.
Automationen, die den Aufwand rechtfertigen
Der Reiz der Verbindung liegt nicht im Fernsteuern per App – das kann SmartThings selbst. Er liegt darin, Samsung-Geräte mit dem Rest des Hauses zu verknüpfen, der eben nicht von Samsung stammt. Diese Beispiele funktionieren mit den Entitäten, die die Integration liefert:
- Wäsche-Erinnerung mit Nachdruck: Wechselt der Betriebszustand der Waschmaschine auf „fertig", geht eine Nachricht per Telegram raus – und wenn die Tür nach 30 Minuten immer noch zu ist, folgt die Erinnerung über den Lautsprecher.
- Waschen, wenn Strom billig ist: Die voraussichtliche Endzeit lässt sich mit dynamischen Strompreisen oder dem eigenen Solarüberschuss kombinieren. Home Assistant kann zwar kein Programm starten, aber sehr wohl den richtigen Zeitpunkt melden.
- Filmabend als Szene: Der Fernseher erscheint als Media-Player – damit lässt sich in einer Szene zugleich der TV einschalten, das Licht dimmen und der Rollladen schließen.
- Alles aus beim Verlassen: Klimaanlage aus, Fernseher aus, Saugroboter los – ausgelöst von der Anwesenheitserkennung, nicht von einer App.
- Verbrauch im Blick: Viele Samsung-Geräte melden Leistung und Energie. Zusammen mit einem Smartmeter-Lesekopf ergibt das eine ehrliche Rechnung, was der Haushalt wirklich zieht.
- Ein Bedienort statt fünf: Samsung-Technik, Hue-Licht und Aqara-Sensoren erscheinen auf demselben Dashboard – das ist der Punkt, an dem Hausautomation im Alltag ankommt.
Fehler und Stolpersteine bei der Einbindung
- Alte Anleitungen mit Token: Bis Anfang 2025 brauchte die Integration einen Personal Access Token und eine von außen erreichbare Home-Assistant-Adresse. Beides ist Geschichte. Wer noch nach dem Token sucht, folgt einer veralteten Anleitung.
- Geräte fehlen: In Home Assistant erscheint nur, was auch in der SmartThings-App am gewählten Standort steht. Zwei Standorte im Konto bedeuten zwei Einträge der Integration.
- Befehle ohne Wirkung: Ist am Hausgerät die Fernsteuerung nicht freigegeben, zeigt Home Assistant zwar Zustände an, kann aber nichts schalten. Der Schalter am Gerät selbst ist die Ursache, nicht die Integration.
- Nicht jede Funktion ist verfügbar: Die Integration kann nur, was die SmartThings-API dokumentiert. Manche Spezialfunktion bleibt der App vorbehalten – ein Programm an der Waschmaschine per Home Assistant zu starten, gehört in vielen Fällen dazu.
- Entitäten-Flut: Drei Samsung-Großgeräte bringen schnell über hundert Entitäten mit. Ungenutzte deaktivieren, sonst wächst die Datenbank und der Pi arbeitet gegen Ballast an.
- Doppelte Logik: Läuft dieselbe Regel als SmartThings-Routine und als Home-Assistant-Automation, schalten sich beide gegenseitig um. Eine Seite entscheidet – im Zweifel Home Assistant, weil dort die restlichen Geräte hängen.
- Der Oktober-2026-Termin: Wer die Umstellung ignoriert, steht irgendwann ohne Integration da. Der Umzug der Funkgeräte auf einen eigenen Stick dauert einen Nachmittag – ihn jetzt zu planen, ist entspannter, als ihn später zu müssen.
Häufige Fragen zu SmartThings mit Home Assistant
Brauche ich einen SmartThings-Hub für die Integration?
Nein. Für Samsung-Hausgeräte, Fernseher und Klimageräte genügt das Samsung-Konto, weil diese Geräte ohnehin direkt mit der Wolke sprechen. Ein Hub ist nur nötig, wenn Zigbee- oder Z-Wave-Geräte an SmartThings hängen.
Was kostet SmartThings mit Home Assistant ab Oktober 2026?
Samsung nennt für private Nutzer einen Personal Plan zu 4,99 US-Dollar im Monat. Der freie Zugang läuft laut Ankündigung bis dahin weiter, danach wird er schrittweise abgebaut. Details zur Umstellung will Samsung noch nachreichen.
Sieht Home Assistant die Restzeit meiner Waschmaschine?
Ja. Für Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine und Backofen entstehen Sensoren für Maschinenzustand, Programmphase und voraussichtliche Endzeit. Genau daraus wird die beliebteste Automation überhaupt: die Fertig-Meldung aufs Handy.
Kann ich Zigbee-Geräte vom Hub zu Home Assistant umziehen?
Ja, aber nicht per Knopfdruck. Jedes Gerät muss am Hub entfernt und am neuen Koordinator neu angelernt werden. Sinnvoll ist die Reihenfolge von außen nach innen: erst netzbetriebene Geräte als Signalverstärker, dann die Batteriesensoren.
Funktioniert die Integration ohne Internet?
Nein. Die Verbindung ist eine reine Cloud-Anbindung – fällt die Leitung aus, bleiben die SmartThings-Entitäten auf ihrem letzten Stand stehen. Lokal angebundene Geräte am Pi laufen davon unbeeindruckt weiter.
Was ist mit Matter-Geräten, die in SmartThings hängen?
Matter-Geräte lassen sich über die Mehrfach-Verwaltung zusätzlich direkt an Home Assistant koppeln: In SmartThings einen neuen Kopplungscode erzeugen und ihn in der Matter-Integration eingeben. Danach läuft die Steuerung lokal, und beide Systeme können das Gerät bedienen.
Lohnt sich SmartThings für Neueinsteiger ohne Samsung-Geräte?
Nein. Wer bei null anfängt, spart sich den Umweg und baut gleich auf Home Assistant mit eigenem Funk-Stick. Welches System sonst noch infrage kommt, zeigt der Vergleich der Smart-Home-Systeme.
Fazit
SmartThings mit Home Assistant ist kein Ziel, sondern ein Werkzeug – und als solches erstklassig: Ohne diese Integration bleiben Samsung-Waschmaschine, Trockner und Fernseher für immer in ihrer App gefangen. Unsere klare Empfehlung lautet deshalb zweigleisig: Die Integration einrichten und die Samsung-Hausgeräte genießen, denn dafür gibt es schlicht keinen zweiten Weg. Gleichzeitig aber jedes Zigbee- und Z-Wave-Gerät, das heute am SmartThings-Hub hängt, in Ruhe auf einen eigenen Funk-Stick am Raspberry Pi umziehen. Spätestens der Kostenwechsel im Oktober 2026 macht diese Trennung zur Vernunftentscheidung: Was Samsung exklusiv anbietet, darf etwas kosten – für einen Lichtschalter, der lokal viel schneller reagiert, muss niemand ein Abonnement abschließen.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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