Raspberry Pi 4 vs. 5 – der Vergleich: Lohnt sich der Umstieg?
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RASPBERRY PI 4 VS. 5 – DER VERGLEICH: LOHNT SICH DER UMSTIEG?

Zwei Generationen im direkten Vergleich
Passende Hardware im Überblick
Die Boards – alle RAM-Varianten beider Generationen:
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – die Variante, die es beim Pi 4 nie gab (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung für die meisten (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 4GB RAM – der günstige Einstieg in die neue Generation (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set mit 4GB – wenn der Pi 4 genügt (Link)*
Raspberry Pi Zero 2 W – für kleine Dauerläufer die bessere Antwort (Link)*
db-tronic Pi 5 Komplett-Set mit Gehäuse, Kühler und Netzteil (Link)*
Strom und Kühlung – hier wandert das alte Zubehör nicht mit:
Offizielles 27-W-Netzteil mit 5 V/5 A für den Pi 5 (Link)*
Offizielles 15-W-Netzteil für den Pi 4 (Link)*
Geekworm X1200 USV für den Pi 5 (Link)*
PoE-HAT für den Pi 5 (Link)*
PoE-HAT für den Pi 4 – anderes Layout, anderer Aufsatz (Link)*
Micro-HDMI – beide Generationen brauchen dasselbe Kabel:
UGREEN Micro-HDMI-Kabel 1 m mit 4K60 – passt an Pi 4 und Pi 5 (Link)*
Amazon Basics Micro-HDMI-Kabel 1,8 m – wenn es günstig sein soll (Link)*
Speicher und Erweiterung – der eigentliche Unterschied im Alltag:
Geekworm X1001 M.2-HAT für NVMe am Pi 5 (Link)*
Intenso M.2 NVMe SSD 500GB – der Preis-Tipp (Link)*
Crucial P310 NVMe SSD 500GB (Link)*
SanDisk Extreme A2 128GB – die Speicherkarte für beide Generationen (Link)*
SanDisk Extreme Portable SSD 1TB – der USB-Weg, den auch der Pi 4 kann (Link)*
AI HAT+ mit 26 TOPS – läuft nur am PCIe-Anschluss des Pi 5 (Link)*
Kurz gesagt: Lohnt sich der Umstieg vom Raspberry Pi 4 auf den Pi 5?
Die Frage Raspberry Pi 4 vs 5 stellt sich in zwei Situationen: Entweder liegt bereits ein Pi 4 im Regal und der Wechsel steht zur Debatte – oder ein Neukauf steht an und der günstigere Vorgänger wirkt verlockend. Die ehrliche Antwort hängt weniger an Taktfrequenzen als daran, was das Board am Ende den ganzen Tag tun soll.
- Rechenleistung: Vier Cortex-A76-Kerne mit 2,4 GHz gegen vier Cortex-A72-Kerne mit 1,8 GHz – je nach Aufgabe die zwei- bis dreifache Geschwindigkeit.
- Der größte Alltagsunterschied: Der Pi 5 hat einen PCIe-Steckplatz und bootet über einen M.2-Aufsatz direkt von einer NVMe-SSD. Der Pi 4 bleibt auf Speicherkarte oder USB angewiesen.
- Arbeitsspeicher: Der Pi 4 endet bei 8 GB, den Pi 5 gibt es mit 2, 4, 8 und 16 GB.
- Der Preis der Mehrleistung: 5 V/5 A statt 5 V/3 A, aktive Kühlung statt Passivkühlkörper, neues Gehäuse – das Zubehör des Pi 4 zieht nicht mit um.
- Der Pi 4 genügt für Pi-hole, Sensorik, einen einzelnen Dienst und die meisten Retro-Konsolen.
- Der Pi 5 lohnt sich für Desktop-Betrieb, viele Container gleichzeitig, Kamera-Auswertung und alles rund um KI auf dem Pi.
Raspberry Pi 4 vs 5: Prozessor, Arbeitsspeicher und PCIe
Im Raspberry Pi 4 arbeitet ein Broadcom BCM2711 mit vier Cortex-A72-Kernen bei 1,8 GHz; die frühen Boards von 2019 liefen noch mit 1,5 GHz und wurden erst später per Firmware angehoben. Der Raspberry Pi 5 setzt auf den BCM2712 mit vier Cortex-A76-Kernen bei 2,4 GHz. Der höhere Takt allein erklärt den Abstand nicht: Der A76 erledigt pro Taktzyklus deutlich mehr, dazu kommen 512 KB L2-Cache je Kern und 2 MB gemeinsamer L3-Cache, den der Pi 4 gar nicht besitzt. Berichte aus der Community landen deshalb regelmäßig beim Faktor zwei bis drei – bei Aufgaben, die viel Speicherbandbreite brauchen, auch darüber.
Beim Arbeitsspeicher hat sich sowohl die Menge als auch das Tempo geändert. Der Pi 4 kam mit LPDDR4-3200 in Stufen von 1 bis 8 GB, der Pi 5 nutzt schnelleres LPDDR4X-4267 und reicht bis 16 GB. Diese größte Variante ist der einzige Punkt, an dem der Vergleich gar nicht erst stattfindet: Wer ein Sprachmodell lokal laufen lassen, mehrere virtuelle Maschinen oder ein Dutzend Docker-Container gleichzeitig betreiben will, findet beim Pi 4 schlicht keine Option. Für alles darunter bleiben 8 GB die vernünftige Mitte – 16 GB kosten spürbar Aufpreis und liegen bei den meisten Projekten ungenutzt herum.
Die eigentliche Neuerung steckt aber weder im Prozessor noch im Speicher, sondern im zweiten Chip auf der Platine: RP1, von Raspberry Pi selbst entwickelt, übernimmt sämtliche Ein- und Ausgänge. Dadurch wurde erstmals eine PCIe-2.0-Schnittstelle mit einer Lane nach außen geführt. Über einen M.2-Aufsatz sitzt damit eine echte NVMe-SSD direkt am Board – mit rund 450 MB/s, nach dem Eintrag dtparam=pciex1_gen=3 in der /boot/firmware/config.txt sogar mit etwa 800 MB/s. Der Pi 4 kennt keinen PCIe-Anschluss; seine schnellste Option bleibt eine USB-SSD bei etwa 350 MB/s. Wie das im Detail eingerichtet wird, zeigt die Anleitung zur NVMe am Pi 5.
Der RP1 sortiert auch den Rest der Anschlüsse neu. Die beiden USB-3.0-Ports teilen sich beim Pi 4 einen gemeinsamen Pfad, beim Pi 5 liefert jeder für sich volle 5 Gbit/s – beim gleichzeitigen Kopieren auf zwei Datenträger merkt man das sofort. Aus dem einen Kameraanschluss des Pi 4 wurden zwei 4-Lane-MIPI-Transceiver, von denen jeder wahlweise eine Kamera oder ein Display aufnimmt. Der Pi 5 gibt an beiden Micro-HDMI-Buchsen gleichzeitig 4K mit 60 Hz aus, der Pi 4 schafft das nur an einem Port und fällt bei zwei Bildschirmen auf 30 Hz zurück. Weil beide Generationen die kleine Micro-HDMI-Buchse tragen, gehört in beiden Fällen ein passendes Kabel dazu – für zwei Monitore am Pi 5 entsprechend zweimal, etwa als UGREEN Micro-HDMI-Kabel mit 2 m Länge (Link)*, das die volle 4K60-Bandbreite mitbringt. Dazu kommen ein Ein-/Aus-Taster, ein vierpoliger Lüfteranschluss und eine eingebaute Echtzeituhr, der nur noch die Knopfzelle am J5-Anschluss fehlt. Weggefallen ist dafür die 3,5-mm-Klinkenbuchse des Pi 4.
Vom Pi 4 auf den Pi 5 umsteigen – Schritt für Schritt
- Netzteil zuerst einplanen: Ein Netzteil mit 5 V/5 A und Power-Delivery-Kennung gehört zum Board dazu, nicht auf die Nachkaufliste.
- Kühlung besorgen: Der offizielle Active Cooler oder ein Gehäuse mit PWM-Lüfter – ohne Kühlung drosselt der Pi 5 unter Dauerlast.
- Gehäuse prüfen: Anschlusspositionen und Bohrungen haben sich geändert. Ein Pi-4-Gehäuse passt nicht; passende Modelle zeigt der Gehäuse-Vergleich.
- System mitnehmen oder neu aufsetzen: Ein aktuelles 64-Bit-Raspberry-Pi-OS läuft auf beiden Boards, die Karte ist also grundsätzlich umsteckbar. Sauberer ist ein frisches Image plus Rückspielen der Daten aus dem Backup.
- Auf NVMe wechseln: M.2-Aufsatz montieren, System per Klon-Werkzeug übertragen und in sudo raspi-config unter Advanced Options die Bootreihenfolge auf NVMe stellen.
- Peripherie kontrollieren: Kamerakabel brauchen den schmaleren 22-poligen Stecker, PoE-Aufsätze sind modellspezifisch, GPIO-HATs mit 40 Pins laufen dagegen weiter.
- Verbrauch gegenprüfen: Nach dem Umbau lohnt ein Blick auf vcgencmd get_throttled – steht dort nicht throttled=0x0, stimmt etwas mit Strom oder Temperatur nicht.
- Den Pi 4 nicht verkaufen: Als zweites Gerät für Pi-hole, Zeitserver oder Testsystem ist er mehr wert als der Gebrauchtpreis.
Raspberry Pi 4 vs 5 im direkten Datenblatt-Vergleich
| Merkmal | Raspberry Pi 4 Model B | Raspberry Pi 5 |
|---|---|---|
| Prozessor | BCM2711, 4× Cortex-A72, 1,8 GHz | BCM2712, 4× Cortex-A76, 2,4 GHz |
| Arbeitsspeicher | 1/2/4/8 GB LPDDR4-3200 | 2/4/8/16 GB LPDDR4X-4267 |
| Massenspeicher | microSD, USB-SSD (~350 MB/s) | microSD, USB-SSD, NVMe über PCIe (~450–800 MB/s) |
| USB | 2× USB 3.0 (geteilte Bandbreite), 2× USB 2.0 | 2× USB 3.0 mit je 5 Gbit/s, 2× USB 2.0 |
| Netzwerk | Gigabit-LAN, WLAN ac, Bluetooth 5.0 | Gigabit-LAN mit PoE+, WLAN ac, Bluetooth 5.0 |
| Kamera/Display | 1× CSI (2 Lanes), 1× DSI | 2× 4-Lane-MIPI, je Kamera oder Display |
| Video | 2× Micro-HDMI, 4K60 nur einzeln | 2× Micro-HDMI mit 4K60 gleichzeitig, HDR |
| Echtzeituhr | keine | eingebaut, Batterieanschluss J5 |
| Stromversorgung | 5 V/3 A (15 W) | 5 V/5 A (27 W) mit PD |
| Verbrauch (Leerlauf/Last) | ca. 2,7–3,5 W / 6–7,5 W | ca. 3–4 W / 8–10 W |
| Kühlung | passiv meist ausreichend | aktiv, faktisch Pflicht |
| Sonstiges | 3,5-mm-Klinke, riesiger Zubehörbestand | Ein-/Aus-Taster, Lüfteranschluss, kein Klinkenausgang |
Beim Preis zählt die Gesamtrechnung, nicht das Board: Zwischen Pi 4 und Pi 5 gleicher Speichergröße liegt meist ein überschaubarer Betrag, beim Pi 5 kommen aber Netzteil und Kühler sicher dazu, oft noch M.2-Aufsatz und SSD. Die 16-GB-Ausführung fällt besonders auf – ihr Aufpreis ist deutlich größer, als der Speicherzuwachs vermuten lässt. Da die Preise für Arbeitsspeicher 2026 stark schwanken, gehören vor dem Kauf die aktuellen Preise beider Generationen nebeneinander.
Netzteil, Stromverbrauch und Abwärme im Vergleich
Der Punkt, an dem die meisten Umsteiger stolpern, ist die Stromversorgung. Der Pi 4 begnügt sich mit 5 V/3 A, der Pi 5 verlangt 5 V/5 A über USB-C mit Power-Delivery-Kennung. Was passiert, wenn man das alte Netzteil weiterverwendet? Der Pi 5 startet – aber er erkennt, dass die 5-A-Kennung fehlt, und begrenzt die USB-Anschlüsse auf zusammen 600 mA. Eine USB-SSD, ein Funk-Stick und eine Tastatur überschreiten das schnell. Die Folge sind Geräte, die sporadisch verschwinden, abbrechende Kopiervorgänge und das gelbe Blitzsymbol in der Bildschirmecke – Fehlerbilder, die man erfahrungsgemäß tagelang an der falschen Stelle sucht.
Beim Verbrauch ist der Abstand kleiner, als der Leistungssprung vermuten lässt: Der Pi 4 liegt im Leerlauf bei etwa 2,7 bis 3,5 Watt und unter Last bei 6 bis 7,5 Watt, der Pi 5 bei rund 3 bis 4 Watt im Leerlauf und 8 bis 10 Watt unter Last. Aufs Jahr gerechnet trennen beide Boards im Dauerbetrieb nur wenige Euro, wie der Stromverbrauch im Detail zeigt. Hinzu kommt allerdings eine Kleinigkeit, die viele übersehen: Ein heruntergefahrener Pi 5 zieht ab Werk weiter rund ein bis anderthalb Watt, weil der Ein-/Aus-Taster aktiv bleibt.
Die Abwärme ist der ehrlichere Unterschied. Jeder Raspberry Pi drosselt ab 80 °C automatisch den Takt; der Pi 4 erreicht diesen Punkt mit einem passiven Gehäuse selten, der Pi 5 unter Volllast binnen Minuten. Aktive Kühlung ist beim Pi 5 kein Zubehör, sondern Grundausstattung – ohne sie verschenkt man genau die Leistung, für die man bezahlt hat. Der offizielle Lüfteraufsatz bleibt unter 50 °C stehen und ist im Alltag kaum hörbar, kostet aber ein bisschen Bauhöhe: Wer zusätzlich einen M.2-Aufsatz montiert, braucht ein Gehäuse, das für beides ausgelegt ist.
Für welche Anwendungen lohnt der Umstieg wirklich?
Die entscheidende Frage ist nicht, welches Board schneller ist – das ist geklärt –, sondern ob die Mehrleistung im konkreten Projekt ankommt. Ein Werbeblocker beantwortet DNS-Anfragen in Millisekunden; ob der Prozessor dabei zu zwei oder zu fünf Prozent ausgelastet ist, merkt niemand. Am Desktop oder bei der Auswertung von Kamerabildern dagegen entscheidet jede Sekunde Wartezeit darüber, ob man das Gerät gern benutzt.
| Einsatzzweck | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Desktop-Ersatz, Browser, Büro | Pi 5 | Erst mit A76 und NVMe fühlt sich der Desktop wie ein richtiger Rechner an |
| Docker mit vielen Diensten | Pi 5, 8 oder 16 GB | RAM und Schreibleistung sind die Grenzen, nicht die Kerne |
| Kamera-Auswertung, Objekterkennung | Pi 5 | Zwei Kameraports, mehr Rechenleistung, Anschluss für den AI HAT |
| Lokale Sprachmodelle | Pi 5 mit 16 GB | Größere Modelle passen sonst nicht in den Speicher |
| NAS und Mediaserver | Pi 5 | Volle USB-Bandbreite und NVMe machen den Unterschied beim Kopieren |
| Pi-hole, DNS, VPN | Pi 4 genügt | Diese Dienste langweilen schon den alten Prozessor |
| Sensorik, GPIO, Datenlogger | Pi 4 genügt | Der Flaschenhals ist der Sensor, nicht das Board |
| Ein einzelner Dienst im Dauerbetrieb | Pi 4 genügt | Weniger Abwärme, kein neues Netzteil, lautlos zu kühlen |
| Retro-Konsole | Pi 4 genügt meist | Bis PlayStation 1 und Nintendo 64 reicht er; darüber lohnt der Pi 5 |
| Smart-Home-Zentrale | Beide | Der Pi 4 trägt eine mittlere Installation; ab vielen Automationen und Kameras der Pi 5 |
Ein Sonderfall bleibt: Wer den Pi als kompletten Arbeitsplatz nutzen will, sollte sich den Raspberry Pi 500 ansehen – gleiche Technik wie der Pi 5, nur schon in einer Tastatur.
Fehler und Stolpersteine beim Wechsel
- Das alte Netzteil weiterverwenden: Der häufigste Fehler überhaupt. Der Pi 5 läuft scheinbar, drosselt aber die USB-Anschlüsse auf 600 mA – mit allen Folgefehlern.
- Gehäuse und Kühler mitnehmen wollen: Die Anschlüsse sitzen anders, der Lüfteranschluss ist neu. Beides muss zum Pi 5 passend gekauft werden.
- Kamerakabel vergessen: Der Pi 5 nutzt den schmaleren 22-poligen Anschluss. Das Flachbandkabel vom Pi 4 passt nicht, ein Adapterkabel kostet aber nur wenige Euro.
- Klinkenbuchse eingeplant: Der 3,5-mm-Ausgang fehlt beim Pi 5 ersatzlos. Ton läuft über HDMI, USB oder eine Soundkarte am GPIO.
- Veraltetes Image benutzen: Nur ein aktuelles 64-Bit-Raspberry-Pi-OS auf Basis von Debian 13 „Trixie" kennt den Pi 5 vollständig. Alte Bullseye-Karten starten gar nicht erst.
- Nur einen PCIe-Anschluss haben: M.2-SSD oder KI-Beschleuniger – beides gleichzeitig geht nur mit Kombi-Aufsätzen.
- Vom Übertakten zu viel erwarten: Der Pi 5 lässt sich übertakten, braucht dann aber noch mehr Kühlung – den Abstand zum Pi 4 holt das beim Vorgänger nicht auf.
Häufige Fragen zum Vergleich von Raspberry Pi 4 und 5
Ist der Raspberry Pi 5 wirklich doppelt so schnell wie der Pi 4?
In den meisten Messungen ja, in speicherlastigen Aufgaben sogar mehr. Im Alltag fällt der Unterschied dort am stärksten auf, wo bisher gewartet wurde: beim Öffnen von Programmen, beim Übersetzen von Quellcode und im Browser.
Passt mein Netzteil vom Pi 4 an den Pi 5?
Stecken lässt es sich, denn beide nutzen USB-C. Ohne die 5-V/5-A-Kennung begrenzt der Pi 5 aber die USB-Anschlüsse auf 600 mA – für ein Board mit SSD oder mehreren Geräten ist das zu wenig.
Kann ich Gehäuse, Kühler und HATs weiterverwenden?
HATs mit dem 40-poligen GPIO-Anschluss in aller Regel ja. Gehäuse und Kühler nein, weil sich das Platinenlayout geändert hat. PoE-Aufsätze gibt es für beide Modelle getrennt.
Läuft dieselbe Speicherkarte in beiden Modellen?
Ja, sofern ein aktuelles 64-Bit-System darauf ist – Raspberry Pi OS erkennt die Hardware beim Start. Für einen dauerhaften Umzug ist eine frische Installation trotzdem die sauberere Lösung.
Reicht der Pi 4 für Home Assistant noch aus?
Für eine mittlere Installation mit einigen Dutzend Geräten ja, besonders mit SSD statt Karte. Sobald Kameras, Sprachassistent und viele Erweiterungen dazukommen, wird der Pi 5 spürbar entspannter.
Lohnen sich die 16 GB beim Pi 5?
Nur für lokale Sprachmodelle, viele Container oder virtuelle Maschinen. Für alle anderen Projekte sind 8 GB die vernünftige Wahl, und das gesparte Geld ist in einer NVMe-SSD besser angelegt.
Sollte ich lieber auf den Raspberry Pi 6 warten?
Nein, solange kein offizieller Termin bekannt ist. Was zum Raspberry Pi 6 bekannt ist, rechtfertigt keine Kaufzurückhaltung – nach einem Erscheinen dauert es erfahrungsgemäß Monate bis zu guter Verfügbarkeit.
Fazit
Im Vergleich Raspberry Pi 4 vs 5 gewinnt der Pi 5 fast jede Messung – und trotzdem ist er nicht für jeden die richtige Antwort. Unsere klare Empfehlung lautet deshalb zweigeteilt: Beim Neukauf führt kaum ein Weg am Pi 5 vorbei, weil der PCIe-Anschluss für NVMe den Alltag stärker verändert als jede Taktfrequenz und weil 16 GB Arbeitsspeicher Türen öffnen, die der Pi 4 nie hatte. Wer dagegen bereits einen Pi 4 besitzt, auf dem ein Werbeblocker, ein Sensor oder ein einzelner Dienst läuft, steigt nicht um, sondern rüstet auf eine SSD auf – das kostet ein Drittel und bringt in diesem Betriebsfall mehr. Und wer wechselt, plant Netzteil, Kühler und Gehäuse von Anfang an mit ein: Diese drei Posten entscheiden darüber, ob der Pi 5 seine Leistung wirklich auf die Straße bringt. Welche Modelle sonst noch zur Wahl stehen, zeigt die Übersicht aller Raspberry-Pi-Modelle.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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