Raspberry Pi IP-Adresse herausfinden – 5 Wege
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RASPBERRY PI IP-ADRESSE HERAUSFINDEN – 5 WEGE

Die Suche nach der Adresse: 5 Wege führen zum Pi
Passende Hardware im Überblick
Boards – jeder Pi landet früher oder später im Netz:
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung fürs Heimnetz (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – für viele Dienste gleichzeitig (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 4GB RAM – reicht für die meisten Netzwerkdienste (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set – der günstige Einstieg (Link)*
Raspberry Pi Zero 2 W – der Winzling fürs WLAN (Link)*
Pi 5 Komplett-Set mit Gehäuse, Kühler und Netzteil (Link)*
Netzwerk und Strom für den Dauerbetrieb:
PoE-HAT für den Pi 5 – Netz und Strom über ein Kabel (Link)*
PoE-HAT für Pi 4 und 3B+ (Link)*
Offizielles 27-W-Netzteil für den Pi 5 (Link)*
Offizielles Netzteil für den Pi 4 (Link)*
Wenn der Pi im Netz partout nicht auftaucht:
USB-TTL-Konsolenkabel – Zugang ganz ohne Netzwerk (Link)*
3,5-Zoll-Display für den Pi 5 – zeigt die Adresse direkt am Gerät (Link)*
Offizielles 7-Zoll-Touchdisplay (Link)*
ROADOM 10,1-Zoll-HDMI-Monitor für die schnelle Fehlersuche (Link)*
Geekworm KVM-A3 – Bild und Tastatur über das Netz (Link)*
Speicherkarten:
SanDisk Extreme A2 128GB – die zuverlässige Wahl (Link)*
32GB SD-Karte – wenn es günstig sein soll (Link)*
Kurz gesagt: Wie finde ich die IP-Adresse meines Raspberry Pi?
Die Kurzfassung: Es gibt fünf verlässliche Wege zur Raspberry Pi IP-Adresse – und einen, der die Suche überflüssig macht.
- Am Pi selbst: hostname -I gibt alle Adressen in einer Zeile aus, ip a zeigt zusätzlich, zu welcher Schnittstelle jede Adresse gehört.
- Im Router: Die Geräteliste der Weboberfläche nennt Name, IP und MAC-Adresse – bei der FritzBox unter fritz.box → Heimnetz → Netzwerk.
- Per Netzwerk-Scan: nmap -sn 192.168.178.0/24 vom PC aus, arp -a als Bordmittel oder die App Fing auf dem Handy.
- Über den Hostnamen: raspberrypi.local funktioniert dank mDNS ohne jede Zahl – der bequemste Weg und in den meisten Heimnetzen der beste.
- Am Monitor: Auf dem Desktop zeigt der Mauszeiger über dem Netzwerksymbol die Adresse, auf Lite genügt nach dem Anmelden ein hostname -I.
- Dauerhaft lösen: Die Adresse einmal im Router reservieren – danach bleibt sie für immer gleich und die Frage stellt sich nie wieder.
Warum der Pi überhaupt eine Adresse hat – und warum sie wechselt
Jedes Gerät im Heimnetz braucht eine eindeutige Nummer, damit die anderen es finden: die IP-Adresse. Sie sieht typischerweise aus wie 192.168.178.47 – die ersten drei Blöcke bestimmt der Router, der letzte gehört dem Gerät. Welcher Bereich bei dir gilt, verrät ein Blick auf den eigenen PC: Beginnt dessen Adresse mit 192.168.178, dann tut das die des Pi ebenfalls.
Verteilt werden diese Nummern per DHCP, und zwar nur auf Zeit. Der Router verleiht eine Adresse für ein paar Stunden oder Tage; danach wird die Leihfrist verlängert – oder eben nicht. War der Pi zwischenzeitlich ausgeschaltet und hat ein anderes Gerät die Nummer bekommen, bekommt er beim nächsten Start eine neue. Genau deshalb läuft die gestern notierte Adresse heute manchmal ins Leere.
Praktisch relevant wird das beim Headless-Betrieb: Der Pi läuft ohne Monitor irgendwo im Regal, und ohne seine Adresse kommst du weder per SSH noch per VNC noch über eine Weboberfläche an ihn heran. Die Adresssuche ist damit der erste echte Handgriff nach dem Beschreiben der Speicherkarte. Und noch etwas ist wichtig: Es gibt nicht die eine Adresse – ein Pi mit Kabel und WLAN hat zwei, dazu kommen IPv6 und die interne Loopback-Adresse 127.0.0.1.
Raspberry Pi IP-Adresse herausfinden – 5 Wege Schritt für Schritt
- Weg 1 – direkt auf dem Pi: Terminal öffnen und hostname -I eingeben – der schnellste aller Terminal-Befehle für diesen Zweck. Ausführlicher ist ip a: Dort steht hinter inet die IPv4-Adresse, getrennt nach eth0 (Kabel) und wlan0 (Funk). Wer nur eine saubere Zeile will, nimmt ip -4 addr show wlan0.
- Weg 2 – über die Weboberfläche des Routers: Im Browser fritz.box, speedport.ip oder die Router-Adresse (meist 192.168.178.1 bzw. 192.168.1.1) aufrufen und anmelden. Bei der FritzBox führt Heimnetz → Netzwerk zur Geräteliste, bei anderen Modellen heißt der Punkt „Verbundene Geräte", „DHCP-Clients" oder „Attached Devices". Der Pi steht dort mit seinem Hostnamen, standardmäßig raspberrypi.
- Weg 3 – Netzwerk-Scan vom PC oder Handy: Unter Linux und macOS liefert nmap -sn 192.168.178.0/24 eine Liste aller antwortenden Geräte (Adressbereich anpassen). Ohne Zusatzsoftware geht es mit arp -a, das IP und MAC-Adresse aller kürzlich kontaktierten Geräte zeigt; am Handy erledigt die App Fing dasselbe mit einem Tipp. Erkennungsmerkmal ist die MAC-Adresse: Sie beginnt bei Pi-Boards mit b8:27:eb, dc:a6:32, e4:5f:01 oder 2c:cf:67.
- Weg 4 – gar nicht suchen, sondern den Hostnamen nutzen: ssh pi@raspberrypi.local oder im Browser http://raspberrypi.local:8123 – fertig. Voraussetzung ist nur der richtige Hostname, den du im Raspberry Pi Imager vergeben hast.
- Weg 5 – am angeschlossenen Monitor: Auf dem Desktop genügt der Mauszeiger über dem Netzwerksymbol rechts oben, dort erscheint die Adresse als Einblendung. Auf Raspberry Pi OS Lite meldest du dich an der Konsole an und gibst hostname -I ein. Wer den Pi häufiger am Bildschirm hat, lässt sich die Adresse per MOTD-Begrüßung gleich beim Anmelden anzeigen.
- Gegenprobe machen: Ergebnis mit ping 192.168.178.47 vom PC aus prüfen. Antwortet die Adresse, ist sie richtig – dann folgt die Verbindung per SSH oder Browser.
Welcher Weg wann der richtige ist
Alle fünf Methoden führen zum Ziel, sie haben nur unterschiedliche Voraussetzungen:
| Weg | Voraussetzung | Ideal, wenn … |
|---|---|---|
| hostname -I am Pi | Zugang zum Pi (Monitor oder SSH) | … du ohnehin schon am Gerät sitzt |
| Router-Oberfläche | Zugangsdaten zum Router | … du gleich eine feste Adresse reservieren willst |
| Netzwerk-Scan | PC oder Handy im selben Netz | … du keinen Router-Zugang hast, etwa in der Firma |
| raspberrypi.local | mDNS im Netz und passender Hostname | … du einfach nur verbinden möchtest |
| Monitor am Pi | HDMI-Bildschirm und Tastatur | … nichts anderes mehr funktioniert |
Ein Sonderfall bleibt: Erscheint der Pi gar nicht im Netz, hilft keine dieser Methoden. Dann geht es an die Grundlagen – stimmen die WLAN-Zugangsdaten, leuchtet die LED an der Netzwerkbuchse, bootet der Pi überhaupt? Ein Konsolenkabel ist für solche Fälle die Versicherung: Es funktioniert unabhängig vom Netzwerk.
raspberrypi.local statt Zahlen – warum mDNS meist der beste Weg ist
Raspberry Pi OS bringt ab Werk den Dienst Avahi mit, eine Umsetzung von mDNS (Multicast DNS). Der Pi ruft damit sinngemäß ins Netz: „Ich heiße raspberrypi." Jedes Gerät, das mDNS versteht, erreicht ihn danach unter raspberrypi.local – ohne Zahlen, ohne Router-Liste und vor allem auch dann noch, wenn sich die IP-Adresse geändert hat. Das macht diesen Weg überlegen: Er ist der einzige, der nach einem Neustart oder einem Wechsel vom Kabel ins WLAN einfach weiter funktioniert.
Der Name richtet sich nach dem Hostnamen: Wer im Imager pihole eingetragen hat, erreicht das Gerät unter pihole.local. Sobald mehrere Pis im Haus laufen, ist das der empfohlene Weg – jeder bekommt einen sprechenden Namen, und schon sind alle ohne Adressliste erreichbar. Ändern lässt sich der Name jederzeit über sudo raspi-config unter System Options → Hostname.
Die Grenzen sollte man trotzdem kennen. macOS, iOS und Linux beherrschen mDNS von Haus aus, aktuelle Windows-Versionen bringen die Auflösung ebenfalls mit – in der Praxis scheitert sie dort aber häufiger, etwa wenn eine Firewall den benötigten UDP-Port 5353 blockiert oder eine VPN-Software den Netzverkehr umleitet. Dann hilft der nachinstallierte Bonjour-Dienst von Apple. Unter Android ist die Unterstützung je nach App unterschiedlich zuverlässig.
Ein Detail sorgt regelmäßig für Verwirrung: ping raspberrypi.local antwortet unter Windows gern mit einer kryptischen IPv6-Adresse. Das ist kein Fehler, sondern gewollt – ping -4 raspberrypi.local liefert die IPv4-Adresse und damit ganz nebenbei einen sechsten Weg zum Ziel.
Raspberry Pi IP-Adresse dauerhaft festlegen
Wer die Adresse regelmäßig neu suchen muss, löst das Problem an der falschen Stelle. Sobald der Pi einen Dienst für andere bereitstellt – Pi-hole als DNS-Server, eine Netzwerkfreigabe, eine Portfreigabe – muss seine Adresse verlässlich gleich bleiben. Dafür gibt es zwei Wege, und einer ist deutlich besser.
- Empfohlen: Reservierung im Router. Der Pi bleibt auf „Adresse automatisch beziehen", der Router weist ihm anhand seiner MAC-Adresse aber immer dieselbe Nummer zu. Bei der FritzBox genügt in der Geräteliste ein Klick auf den Pi und das Häkchen bei „Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen". Alles bleibt zentral verwaltet, Adresskonflikte sind ausgeschlossen, und der Pi funktioniert unverändert weiter, wenn er das Netz wechselt.
- Alternative: feste Adresse auf dem Pi. Seit Raspberry Pi OS Bookworm – und im aktuellen Trixie-Unterbau unverändert – regelt das der NetworkManager, am bequemsten über sudo nmtui. Die alte dhcpcd.conf hat ausgedient. Wichtig ist eine Adresse außerhalb des DHCP-Bereichs; die Details stehen im Guide zur statischen IP-Adresse.
Für den reinen Fernzugriff gibt es noch eine dritte Möglichkeit, die das Adressproblem ganz umgeht: Raspberry Pi Connect verbindet über den Browser, ohne dass IP-Adresse oder Portfreigabe eine Rolle spielen.
Mehrere Schnittstellen und IPv6 auseinanderhalten
Gibt hostname -I mehrere Adressen aus, ist das kein Fehler: Der Befehl listet durch Leerzeichen getrennt alles auf, was der Pi hat. Die erste ist üblicherweise die IPv4-Adresse der aktiven Verbindung.
- Kabel und WLAN gleichzeitig: Sind beide verbunden, hat der Pi zwei IPv4-Adressen und ist unter beiden erreichbar; ip a ordnet sie eth0 und wlan0 zu. Für Dauerdienste ist die Kabelverbindung die stabilere Wahl – wer sauber arbeiten will, schaltet das WLAN dann ab.
- Welche Verbindung wird tatsächlich genutzt? Das beantwortet ip route get 1.1.1.1: Hinter dev steht die Schnittstelle, hinter src die Adresse, die der Pi nach außen verwendet.
- IPv6 erkennen: Adressen mit Doppelpunkten sind IPv6. Beginnen sie mit fe80::, sind es Link-Local-Adressen, die nur im selben Netzsegment gelten – für SSH im Heimnetz taugen sie, für Portfreigaben nicht.
- Nur die IPv4-Adresse ausgeben: hostname -I | awk '{print $1}' liefert genau eine Zeile – praktisch für Skripte und Anzeigen.
- Docker und VPN: Laufen Container oder ein VPN auf dem Pi, kommen virtuelle Adressen wie 172.17.x.x hinzu. Sie gehören nicht ins Heimnetz.
Fehler und Stolpersteine bei der Adresssuche
- Falsches Netz: Pi und PC müssen im selben Adressbereich sein. Steckt der PC am Router, der Pi aber im WLAN eines Repeaters mit eigenem Netz, finden sie sich nicht. Kontrolle: Die ersten drei Zahlenblöcke müssen übereinstimmen.
- Gastnetz-Falle: Dort ist die Geräteisolation meist aktiv – die Teilnehmer dürfen sich gegenseitig gar nicht sehen. Ein Pi im Gastnetz bleibt unsichtbar, egal welcher Scan läuft.
- Kabel und WLAN gleichzeitig aktiv: Dann existieren zwei Adressen, und die gerade befolgte Anleitung meint womöglich die andere. Im Zweifel kurz das Netzwerkkabel ziehen.
- .local funktioniert nicht: Unter Windows liegt es häufig an einer Firewall-Regel oder aktiver VPN-Software, unter Android an der App. Dann führt der Weg über die Router-Liste oder einen Scan.
- 2,4 gegen 5 GHz: Der Zero 2 W und ältere Modelle funken ausschließlich im 2,4-GHz-Band. Ist am Router nur 5 GHz aktiv, taucht der Pi nirgends auf.
- Zu früh gesucht: Der erste Start nach dem Beschreiben der Karte dauert ein bis zwei Minuten, weil das Dateisystem vergrößert wird.
- Tippfehler beim Hostnamen: Wurde im Imager ein eigener Name vergeben, heißt das Gerät auch so – raspberrypi.local geht dann ins Leere, obwohl alles läuft.
Häufige Fragen zur IP-Adresse des Raspberry Pi
Wie finde ich die IP-Adresse ohne Monitor heraus?
Am schnellsten über die Geräteliste des Routers oder per Scan mit Fing beziehungsweise nmap -sn. Noch bequemer: den Umweg sparen und den Pi direkt unter raspberrypi.local ansprechen.
Warum ändert sich die IP-Adresse ständig?
Weil der Router sie per DHCP nur auf Zeit vergibt. Nach einem Neustart kann eine andere Nummer herauskommen. Eine Reservierung im Router beendet das dauerhaft.
Was ist der Unterschied zwischen hostname -I und ip a?
hostname -I gibt nur die nackten Adressen aus – kurz und ideal für Skripte. ip a zeigt zusätzlich Schnittstellen, MAC-Adressen und Verbindungsstatus und ist das bessere Werkzeug zur Fehlersuche.
Mein Pi hat mehrere IP-Adressen – welche ist die richtige?
Die aus dem Bereich deines Heimnetzes, meist 192.168.x.x. Adressen mit Doppelpunkten sind IPv6, 127.0.0.1 ist der Pi selbst, 172.17.x.x gehört zu Docker.
Funktioniert raspberrypi.local unter Windows?
Grundsätzlich ja, aktuelle Windows-Versionen lösen mDNS-Namen selbst auf. Bleibt der Name unerreichbar, blockiert meist eine Firewall oder ein VPN den Port 5353 – dann hilft Bonjour oder schlicht die IP-Adresse.
Wie finde ich den Pi ohne Router-Zugang?
Mit einem Scan aus demselben Netz heraus: Fing auf dem Handy oder nmap -sn vom Notebook. Der Pi verrät sich über MAC-Adresse und Hostnamen.
Kann ich die IP-Adresse dauerhaft anzeigen lassen?
Ja – über eine angepasste MOTD-Begrüßung beim Anmelden oder mit einem kleinen Display am Gehäuse, das die Ausgabe von hostname -I zeigt.
Fazit
Die Raspberry Pi IP-Adresse zu finden ist keine Kunst, wenn man die Reihenfolge kennt: erst raspberrypi.local probieren, dann in die Geräteliste des Routers schauen, und nur wenn beides ausfällt, das Netz scannen. Unsere klare Empfehlung geht aber einen Schritt weiter: Behandle die Suche als einmalige Aufgabe. Wer die Adresse gefunden hat, sollte sie sofort im Router reservieren – nicht am Pi selbst festschreiben, denn zentral verwaltet kann sie sich nicht mit anderen Geräten beißen und der Pi bleibt umzugsfähig. Und wer seinem Gerät im Imager gleich einen sprechenden Hostnamen gibt, braucht die Zahlen danach ohnehin fast nie wieder.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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