HACS – der App-Store für Home Assistant
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HACS – DER APP-STORE FÜR HOME ASSISTANT

Tausende Community-Erweiterungen, zwei Klicks entfernt
Passende Hardware im Überblick
Zentralen – darauf läuft Home Assistant:
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – Luft für viele Erweiterungen (Link)*
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db-tronic Pi 5 Komplett-Set mit Gehäuse und Netzteil (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set – wenn es günstig sein soll (Link)*
Home Assistant Green – fertige Box mit Add-on-Store (Link)*
Funk-Sticks, die viele Erweiterungen erst nützlich machen:
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Speicher und Dauerbetrieb:
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Kurz gesagt: Was bringt HACS im Smart Home?
HACS steht für Home Assistant Community Store und ist die Nachrüst-Schnittstelle für alles, was in Home Assistant ab Werk fehlt: Integrationen für exotische Geräte, zusätzliche Dashboard-Karten, Themes und Vorlagen.
- Kein offizieller Bestandteil: HACS ist selbst eine benutzerdefinierte Integration und wird nicht vom Home-Assistant-Kernteam gepflegt. Support gibt es nur von den jeweiligen Projekten auf GitHub.
- Zwei Installationswege: Auf Home Assistant OS und Supervised läuft das Add-on „Get HACS", bei Container und Core das Download-Skript wget -O - https://get.hacs.xyz | bash -.
- GitHub-Konto ist Pflicht: Beim Einrichten meldet sich HACS über einen Gerätecode bei GitHub an. Ohne kostenloses Konto geht es nicht.
- Kein Auto-Update: Erweiterungen zeigen den Status „Pending update"; das Einspielen über „Redownload" und den anschließenden Neustart musst du selbst anstoßen.
- Sechs Kategorien: Integration, Dashboard-Karte, Theme, Template, Python-Skript und AppDaemon-App – mehr Typen gibt es nicht.
- Erst dann installieren, wenn eine konkrete Lücke bleibt. Jede Erweiterung ist Fremdcode, der bei einem Kern-Update brechen kann.
Was HACS ist – und was es ausdrücklich nicht ist
Home Assistant bringt weit über tausend offizielle Integrationen mit. Trotzdem bleiben Lücken: Nischengeräte, regionale Dienste, Karten für ganz bestimmte Darstellungen. Genau hier setzt HACS an. Es durchsucht eine kuratierte Liste von GitHub-Projekten, lädt deren Dateien an die richtige Stelle im Konfigurationsverzeichnis und meldet sich, wenn eine neue Version vorliegt.
Der Vergleich mit einem App-Store hinkt an einer entscheidenden Stelle: HACS führt keine Prüfung des Codes durch. Die eigene Dokumentation stellt sogar klar, dass es sich nicht um eine App-Verwaltung handelt. Was du herunterlädst, ist Quellcode von Freiwilligen, der mit denselben Rechten läuft wie Home Assistant selbst. Das ist kein Grund zur Panik – aber ein Grund, Projekte mit vielen Sternen, aktiven Commits und offener Fehlerliste zu bevorzugen.
Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu den Add-ons. Add-ons sind eigenständige Container-Dienste und existieren nur unter Home Assistant OS und Supervised – dort landen Mosquitto, ESPHome oder ein Terminal. HACS dagegen erweitert Home Assistant von innen und funktioniert auf allen Installationsarten, auch in einer Docker-Umgebung ohne Supervisor.
Wer sich unsicher ist, welche Installationsart bei ihm läuft, sollte laut HACS-Dokumentation zunächst gar keine benutzerdefinierten Integrationen einsetzen. Das klingt streng, hat aber einen Grund: Fehler in Fremdcode äußern sich oft als scheinbar unerklärliche Startprobleme des gesamten Systems.
HACS installieren – Schritt für Schritt
- Backup anlegen: Vor dem ersten Fremdcode gehört ein vollständiges Backup gezogen. Damit ist jeder Fehlversuch in Minuten rückgängig gemacht.
- Installationsart klären: Unter Einstellungen > System > Reparaturen > Systeminformationen steht, ob Home Assistant OS, Supervised, Container oder Core läuft. Davon hängt der weitere Weg ab.
- Variante A – OS und Supervised: Füge im Add-on-Store über das Drei-Punkte-Menü das Repository https://github.com/hacs/addons hinzu. Danach erscheint dort das Add-on Get HACS. Installieren, starten und das Protokoll des Add-ons lesen – dort steht, ob alles geklappt hat.
- Variante B – Container: Auf dem Host ein Terminal öffnen, mit docker exec -it <containername> bash in den Container wechseln und dort wget -O - https://get.hacs.xyz | bash - ausführen.
- Variante C – Core: Zum Benutzer homeassistant wechseln und dasselbe Skript im Konfigurationsverzeichnis ausführen.
- Home Assistant neu starten: Ohne Neustart wird die neue Integration nicht erkannt.
- Browser-Cache leeren: Dieser Schritt steht nicht ohne Grund in der Anleitung – ohne ihn taucht HACS in der Auswahlliste schlicht nicht auf.
HACS mit GitHub verbinden und einrichten
Nach dem Neustart ist HACS heruntergeladen, aber noch nicht aktiv. Die Verbindung zu GitHub läuft über einen Geräte-Anmeldevorgang, wie man ihn von Fernsehern kennt: Home Assistant zeigt einen Code, den du auf einer GitHub-Seite einträgst.
- Öffne Einstellungen > Geräte & Dienste und wähle unten rechts Integration hinzufügen.
- Suche nach HACS und bestätige die abgefragten Bedingungen.
- Kopiere den angezeigten Gerätecode und öffne https://github.com/login/device im Browser.
- Melde dich bei GitHub an, füge den Code ein und bestätige mit Authorize HACS.
- Zurück in Home Assistant weist du HACS einen Bereich zu und schließt ab. In der Seitenleiste erscheint nun der neue Eintrag.
Die Oberfläche selbst ist eine durchsuchbare Tabelle. Über Filter grenzt du auf einen Typ ein, ein Klick auf einen Eintrag zeigt die Beschreibung des Projekts und den Download-Knopf. Liegt eine neue Version vor, wechselt der Status auf Pending update; nach dem Herunterladen steht dort Pending restart, bis Home Assistant neu gestartet wurde.
Projekte, die nicht in der Standardliste stehen, lassen sich über Add custom repositories im Drei-Punkte-Menü ergänzen – dort trägst du die GitHub-Adresse und den Typ ein. Entfernt wird eine Erweiterung ebenfalls über das Drei-Punkte-Menü mit Remove; Konfigurationsreste musst du gegebenenfalls von Hand aufräumen.
Die sechs Kategorien in HACS im Überblick
| Typ | Was es tut | Nach dem Download nötig |
|---|---|---|
| Integration | Bindet Geräte oder Dienste ein, die es offiziell nicht gibt | Neustart, danach als Integration hinzufügen |
| Dashboard (Plugin) | Zusätzliche Karten für das Dashboard | Browser-Cache leeren, Karte manuell einfügen |
| Theme | Farbschemata für die Oberfläche | Im Benutzerprofil auswählen |
| Template | Fertige Vorlagen für Sensoren und Berechnungen | In die Konfiguration einbinden |
| Python-Skript | Kleine Skripte, die aus Automationen heraus aufgerufen werden | Skript-Integration aktivieren |
| AppDaemon | Automationslogik in Python außerhalb von Home Assistant | AppDaemon separat betreiben |
Für den Alltag zählen fast nur die ersten drei. Templates und Python-Skripte sind Spezialwerkzeuge, und AppDaemon lohnt erst, wenn die eingebauten Automationen an eine echte Grenze stoßen.
Beliebte HACS-Erweiterungen für Home Assistant
Welche Erweiterungen sinnvoll sind, hängt vom eigenen Aufbau ab. Diese Kategorien tauchen in Community-Empfehlungen aber immer wieder auf:
- Kartensätze für das Dashboard: Mushroom und Bubble Card liefern kompakte, einheitlich gestaltete Kacheln; card-mod erlaubt eigenes CSS an jeder Karte.
- Diagramme: mini-graph-card und ApexCharts Card zeigen Verläufe deutlich flexibler als die eingebauten Verlaufskarten.
- Automatische Listen: auto-entities baut Karten dynamisch aus Filtern – etwa „alle Batterien unter 20 Prozent".
- Alarmanlagen-Logik: Alarmo macht aus vorhandenen Tür- und Bewegungssensoren eine vollwertige Alarmzentrale mit Codeeingabe.
- Licht mit Tagesverlauf: Adaptive Lighting passt Farbtemperatur und Helligkeit automatisch an die Uhrzeit an.
- Verbrauchsmessung ohne Messgerät: Powercalc schätzt den Stromverbrauch von Geräten anhand ihres Zustands.
- Gerätespezifische Integrationen: Für Kameras rund um Frigate oder für die Sprachsteuerung per Alexa gibt es Community-Projekte, die deutlich tiefer gehen als die Bordmittel.
Eine Faustregel aus der Community: Erst das Problem beschreiben, dann suchen. Wer stattdessen die Bestenliste durchklickt, sammelt schnell ein Dutzend Erweiterungen an, von denen die Hälfte nach dem nächsten Update Ärger macht.
Fehler und Stolpersteine bei HACS
- HACS taucht nicht auf: In neun von zehn Fällen fehlt der geleerte Browser-Cache oder der Neustart nach dem Download.
- Home Assistant startet nach einem Update nicht mehr: Fast immer ist eine benutzerdefinierte Integration schuld, die zur neuen Kernversion nicht passt. Der Ordner der Erweiterung lässt sich löschen, danach startet das System wieder.
- Blind aktualisieren: „Redownload" holt die neue Version sofort. Bei tief eingreifenden Integrationen lohnt vorher ein Blick in die Versionshinweise des Projekts.
- Verwaiste Projekte: Wird ein Repository auf GitHub archiviert, bleibt die Erweiterung zwar installiert, bekommt aber keine Anpassungen mehr. Ein Blick auf das Datum des letzten Commits gehört zur Auswahl dazu.
- Zu viele Erweiterungen: Jede benutzerdefinierte Integration verlängert den Start und vergrößert die Angriffsfläche. Was nicht gebraucht wird, fliegt raus.
- Fehlende Ordnerrechte: Bei Container- und Core-Installationen muss das Skript als der Benutzer laufen, dem das Konfigurationsverzeichnis gehört – sonst landen Dateien am falschen Ort.
- Vor dem Kern-Update nicht gesichert: Die Kombination aus neuem Home-Assistant-Release und alter Erweiterung ist der häufigste Grund für einen unerwarteten Rückschritt.
Häufige Fragen zu HACS in Home Assistant
Ist HACS kostenlos?
Ja, HACS selbst und praktisch alle darüber angebotenen Projekte sind quelloffen und kostenlos. Nötig ist lediglich ein kostenloses GitHub-Konto für die Anmeldung.
Warum braucht HACS überhaupt GitHub?
Weil sämtliche Inhalte direkt von GitHub geladen werden. Ohne Anmeldung würde Home Assistant beim Abfragen vieler Projekte sehr schnell in die Zugriffsbegrenzung der Programmierschnittstelle laufen.
Läuft HACS auch ohne Home Assistant OS?
Ja. Container-, Core- und Proxmox-Installationen werden unterstützt, nur der Installationsweg unterscheidet sich. Add-ons hingegen gibt es weiterhin ausschließlich unter OS und Supervised.
Aktualisieren sich Erweiterungen von selbst?
Nein. HACS meldet neue Versionen mit dem Status „Pending update", das Einspielen und der Neustart bleiben deine Entscheidung. Genau das ist im Ernstfall ein Vorteil.
Wie entferne ich HACS wieder vollständig?
Zuerst alle darüber heruntergeladenen Erweiterungen entfernen, dann die HACS-Integration löschen und schließlich den Ordner custom_components/hacs im Konfigurationsverzeichnis entfernen. Nach einem Neustart ist nichts mehr davon übrig.
Ist HACS ein Sicherheitsrisiko?
Fremdcode läuft immer mit den Rechten von Home Assistant. Wer bekannte Projekte mit aktiver Entwicklung wählt, sparsam installiert und regelmäßig sichert, bewegt sich in einem vertretbaren Rahmen.
Brauche ich HACS überhaupt?
Für ein Smart Home aus verbreiteten Marken oft nicht. Sobald ein Gerät oder eine Darstellung fehlt, ist HACS aber meist der einzige Weg – und dann eine große Erleichterung gegenüber dem Kopieren von Dateien per Hand.
Fazit
HACS ist die wichtigste Ergänzung, die Home Assistant nicht selbst mitliefert – und gleichzeitig die, mit der man sich am leichtesten das System zerlegt. Unsere klare Empfehlung: Installiere HACS früh, aber lade nichts herunter, bevor du ein konkretes Problem benennen kannst. Halte die Zahl der Erweiterungen im einstelligen Bereich, prüfe vor jeder Installation das Datum des letzten Commits und ziehe vor jedem Kern-Update ein Backup. Wer sich daran hält, bekommt mit wenigen Karten und Integrationen genau die Funktionen, die den Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem richtig guten Dashboard ausmachen – ohne dafür die Stabilität zu opfern.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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