Raspberry Pi 6
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RASPBERRY PI 6

Noch unter dem Spotlight: der Nachfolger des Pi 5
Passende Hardware im Überblick
Aktuelle Boards – daran führt bis auf Weiteres kein Weg vorbei:
Raspberry Pi 5 mit 8GB RAM – die Empfehlung für fast alles (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 16GB RAM – die derzeit größte Ausbaustufe (Link)*
Raspberry Pi 5 mit 4GB RAM – wenn es günstig sein soll (Link)*
db-tronic Pi 5 Komplett-Set mit Gehäuse, Kühler und Netzteil (Link)*
Pi 5 Starter-Kit mit 16GB und 128GB Karte – alles in einem Karton (Link)*
Raspberry Pi 4 Starter-Set – der günstige Zweitrechner (Link)*
Raspberry Pi Zero 2 W – für kleine Dauerläufer (Link)*
Speicher – der größte spürbare Sprung überhaupt:
Geekworm X1001 M.2-HAT für den Pi 5 (Link)*
Crucial P310 NVMe SSD 500GB (Link)*
Intenso M.2 NVMe SSD 500GB – die preiswerte Variante (Link)*
SanDisk Extreme A2 128GB – solide Karte für den Anfang (Link)*
Strom und Erweiterungen für die nächsten Jahre:
Offizielles 27-W-Netzteil für den Pi 5 (Link)*
Geekworm X1200 USV – schützt vor Stromausfall (Link)*
Raspberry Pi AI HAT+ mit 26 TOPS (Link)*
Raspberry Pi AI HAT+ mit 13 TOPS – der günstigere Einstieg (Link)*
Kurz gesagt: Wann kommt der Raspberry Pi 6?
Die Kurzfassung:
- Es gibt keinen Raspberry Pi 6: Weder ein Termin noch technische Daten noch ein Name sind offiziell angekündigt. Alles, was im Netz zum Raspberry Pi 6 kursiert, ist Erwartung, Wunschliste oder Hochrechnung – keine Information.
- Der Pi 5 ist frisch, nicht alt: Er erschien im Herbst 2023 und wurde seither nach oben erweitert – unter anderem um eine Variante mit 16 GB Arbeitsspeicher.
- Langfristig planbar: Raspberry Pi nennt für den Pi 5 eine Verfügbarkeit bis mindestens Januar 2036. Wer heute baut, sitzt nicht auf einem Auslaufmodell.
- Der Rhythmus spricht gegen Eile: Zwischen Pi 4 und Pi 5 lagen gut vier Jahre. Wer diese Abstände fortschreibt, landet irgendwo jenseits von 2027 – das ist Arithmetik, keine Ankündigung.
- Die Weiterentwicklung läuft längst – nur an anderer Stelle: Compute Module 5, Pi 500 und die HAT-Familie zeigen, wohin die Reise geht.
- Die praktische Antwort: Nicht warten. Der Raspberry Pi 5 ist heute die richtige Wahl, und ein späterer Nachfolger entwertet ihn nicht.
Raspberry Pi 6: Was bekannt ist – und was reine Spekulation ist
Fangen wir mit dem an, was sich belegen lässt: Zum Raspberry Pi 6 gibt es keine offizielle Ankündigung. Kein Vorstellungstermin, keine Leistungsdaten, kein Preis, nicht einmal die Bestätigung, dass das nächste große Board so heißen wird. Jede Seite, die ein Datum oder eine Taktfrequenz nennt, hat sich diese Zahl entweder ausgedacht oder von jemandem übernommen, der sie sich ausgedacht hat.
Bekannt ist dagegen der Ausgangspunkt. Der Pi 5 kam im Herbst 2023 mit dem Prozessor BCM2712 und vier Kernen vom Typ Cortex-A76, dazu einem eigenen Ein-/Ausgabe-Chip namens RP1 und einer PCIe-Schnittstelle, über die sich erstmals ohne Umwege eine NVMe-SSD anbinden lässt. Seitdem ist die Reihe nach oben und nach unten gewachsen: Anfang 2025 kam die Variante mit 16 GB Arbeitsspeicher dazu, später eine sparsamere Einstiegsvariante. Das ist das Muster einer Plattform, die gepflegt wird – nicht das Muster einer Plattform, die kurz vor der Ablösung steht.
Der zweite belastbare Punkt betrifft die Verfügbarkeit. Raspberry Pi gibt für seine Boards ausdrücklich zu, wie lange sie produziert werden, und beim Pi 5 lautet diese Zusage mindestens Januar 2036. Eben Upton hat diese lange Verfügbarkeit immer wieder als Kern des Geschäftsmodells beschrieben: Industriekunden bauen die Platinen in Geräte ein, die zehn Jahre laufen sollen, und genau deshalb löst ein neues Modell das alte eben nicht ab, sondern stellt sich daneben. Der Pi 4 wird bis heute produziert, der Pi 3 ebenfalls, der Zero sowieso.
Spekulation ist alles, was darüber hinausgeht. Naheliegende Vermutungen gibt es reichlich – ein neuerer ARM-Kern, mehr PCIe-Bandbreite, schnellerer Arbeitsspeicher, eine bessere Recheneinheit für KI-Aufgaben. Plausibel klingt das alles, aber plausibel ist nicht dasselbe wie bekannt. Seriös lässt sich nur sagen: Wenn ein Nachfolger kommt, wird er die Bauform und das Zubehör-Ökosystem sehr wahrscheinlich weiterführen, weil genau darin der Wert der Marke liegt.
Auf den Raspberry Pi 6 warten oder jetzt kaufen – Schritt für Schritt
- Ehrlich sein, was das Projekt braucht: Ein Werbeblocker fürs Netzwerk, ein NAS oder eine Hausautomation laufen auf heutiger Hardware ohne Engpässe. Wer nicht gerade große Sprachmodelle rechnen will, wartet auf Leistung, die er nicht benötigt.
- Modell wählen: Der Pi 5 ist die Standardantwort. Nur wenn Preis oder Stromverbrauch im Vordergrund stehen, lohnt ein Blick auf ältere Modelle – die Modellübersicht ordnet das ein.
- RAM großzügig bemessen: Arbeitsspeicher lässt sich später nicht nachrüsten, er ist fest verlötet. 8 GB sind der vernünftige Mittelweg, 16 GB die Reserve für Container und KI.
- Auf SSD setzen statt auf Karte: Der spürbarste Tempogewinn kommt nicht vom nächsten Board, sondern vom Speicher. Eine SSD am Pi verändert das Arbeitsgefühl stärker als jede Generation zuvor.
- Netzteil und Kühlung nicht sparen: Ein Großteil der Fehlermeldungen im Betrieb geht auf zu schwache Stromversorgung zurück. Beim Pi 5 gehört ein passendes Netzteil zum Board dazu, kein Handyladegerät.
- Zubehör mit Blick nach vorn kaufen: Gehäuse, Displays, Kameras und HATs überleben Generationswechsel in aller Regel. Was heute passt, passt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch am Nachfolger.
- Anfangen: Ein Board, das drei Jahre ungenutzt im Regal auf den perfekten Zeitpunkt wartet, hat weniger geleistet als ein älteres, das drei Jahre lang gearbeitet hat.
Der Veröffentlichungsrhythmus als einziger seriöser Anhaltspunkt
Wer abschätzen will, wann ein neues Hauptmodell fällig sein könnte, hat genau eine belastbare Quelle: die Vergangenheit. Die großen Boards sind in diesen Abständen erschienen.
| Modell | Erschienen | Abstand zum vorherigen Hauptmodell |
|---|---|---|
| Raspberry Pi 1 Model B | Februar 2012 | – |
| Raspberry Pi 2 Model B | Februar 2015 | 3 Jahre |
| Raspberry Pi 3 Model B | Februar 2016 | 1 Jahr |
| Raspberry Pi 3 Model B+ | März 2018 | 2 Jahre (Zwischenschritt) |
| Raspberry Pi 4 Model B | Juni 2019 | gut 1 Jahr |
| Raspberry Pi 5 | Oktober 2023 | gut 4 Jahre |
Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Die Abstände sind unregelmäßig, ein fester Zwei-Jahres-Takt wie bei Smartphones existiert hier nicht. Zweitens: Sie werden tendenziell länger, weil jede Generation aufwendiger wird – der Pi 5 brachte mit dem RP1-Chip eine komplette Eigenentwicklung mit, die sich über mehrere Jahre rechnen muss.
Daraus folgt eine nüchterne Einschätzung: Rechnerisch wäre ein Nachfolger frühestens gegen Ende dieses Jahrzehnts an der Reihe, und selbst das ist eine Fortschreibung, keine Prognose mit Substanz. Hinzu kommt, dass Raspberry Pi seit dem Börsengang im Juni 2024 planbare Produktzyklen liefern muss – was eher für längere Pflege bestehender Modelle spricht als für schnelle Sprünge. Der ehrlichste Satz zum Raspberry Pi 6 bleibt deshalb: Er ist möglich, aber nichts an ihm ist heute planbar.
Wohin die Reise wirklich geht: Compute Module, Pi 500 und HATs
Interessant ist, dass die eigentliche Weiterentwicklung längst sichtbar ist – nur eben nicht als neue Nummer auf dem klassischen Board. Statt die Rechenleistung alle zwei Jahre zu erhöhen, verteilt Raspberry Pi dieselbe Technik auf immer mehr Bauformen.
Das Compute Module 5 bringt die Technik des Pi 5 in eine Industrie-Bauform, die in eigene Trägerplatinen wandert – dort steckt das Modell in Automaten, Steuerungen und Messtechnik. Der Pi 500 packt dieselbe Plattform in eine Tastatur und macht daraus einen fertigen Schreibtischrechner; die spätere Ausbaustufe brachte mehr Speicher und eine eingebaute SSD mit. Beides sind keine Zwischenschritte auf dem Weg zu einer neuen Generation, sondern eigenständige Antworten auf die Frage, wofür ein kleiner Rechner heute gebraucht wird.
Denselben Effekt haben die Aufsteckplatinen. Was früher ein Grund für ein neues Board gewesen wäre – etwa Rechenleistung für Bilderkennung –, kommt heute als AI HAT+ obendrauf, ohne dass sich am Unterbau etwas ändert. Wer das HAT-Prinzip einmal verstanden hat, sieht darin die eigentliche Strategie: Der Sockel bleibt lange stabil, die Fähigkeiten wachsen darüber.
Für die Kaufentscheidung heißt das: Der Wert liegt im Ökosystem, nicht in der Modellnummer. Gehäuse, Displays, Kameras und Netzteile bleiben über Jahre nutzbar, Anleitungen und Skripte ebenso. Genau dieser Umstand macht das lange Warten auf ein hypothetisches Nachfolgemodell so unattraktiv – man verzichtet auf Jahre Nutzung, um am Ende ein Gerät zu bekommen, das im selben Zubehör-Kosmos steckt.
Fehler und Stolpersteine rund um Gerüchte zum Nachfolger
- Konzeptbilder für echt halten: Im Netz kursieren gerenderte Fotos angeblicher Boards. Sie stammen aus Grafikprogrammen, nicht aus Fabriken – ein offizielles Foto gibt es erst mit einer offiziellen Vorstellung.
- Zahlen aus Vergleichstabellen glauben: Taktfrequenzen und Speicherwerte in Artikeln über unangekündigte Hardware sind Hochrechnungen. Eine Quelle, die keine Quelle nennt, ist keine.
- Den Kauf endlos verschieben: Wer seit 2024 wartet, hat inzwischen zwei Jahre Projektzeit verloren – und der Pi 5 ist in dieser Zeit nur besser unterstützt worden.
- Auf einen Preisverfall spekulieren: Ältere Modelle werden bei Raspberry Pi selten billig, weil sie weiterproduziert werden. Der Vergleich zwischen Pi 4 und Pi 5 zeigt, wie eng die Preise beieinanderliegen.
- Zubehör aufschieben: Netzteil, Kühlung und SSD bringen heute mehr als eine hypothetische künftige Generation. Diese Anschaffungen lassen sich später weiterverwenden.
- Die falsche Baustelle optimieren: Viele gefühlte Engpässe sind kein Rechenleistungsproblem, sondern ein Speicher- oder Netzwerkproblem. Ein Blick auf die Tuning-Möglichkeiten lohnt sich vor jedem Neukauf.
- Alternativen ignorieren: Wenn wirklich mehr Leistung gebraucht wird, ist der ehrliche Weg nicht das Warten, sondern ein Blick auf andere Einplatinenrechner oder Mini-PCs.
Häufige Fragen zum Raspberry Pi 6
Gibt es den Raspberry Pi 6 schon?
Nein. Es existiert keine offizielle Ankündigung, kein Termin und keine bestätigten technischen Daten. Sämtliche Angaben, die im Umlauf sind, sind Vermutungen.
Wann könnte ein Nachfolger erscheinen?
Seriös lässt sich das nicht beantworten. Der einzige Anhaltspunkt sind die bisherigen Abstände zwischen den Hauptmodellen, die zuletzt bei gut vier Jahren lagen – daraus ergibt sich eine Erwartung, kein Datum.
Lohnt es sich, mit dem Kauf zu warten?
Nein. Der Pi 5 ist bis mindestens Januar 2036 als lieferbar zugesagt und wird laufend gepflegt. Wartezeit ist verlorene Nutzungszeit, und ein Nachfolger würde das vorhandene Board nicht unbrauchbar machen.
Wird mein Zubehör am nächsten Modell noch passen?
Erfahrungswerte aus den bisherigen Generationswechseln sprechen dafür: Bauform, Anschlussleiste und HAT-Prinzip sind über viele Jahre stabil geblieben. Garantiert ist das für unangekündigte Hardware naturgemäß nicht.
Was wäre technisch überhaupt zu erwarten?
Naheliegend sind ein neuerer Prozessorkern, mehr Bandbreite für PCIe und Arbeitsspeicher sowie mehr Leistung für KI-Aufgaben. Das sind allerdings Ableitungen aus der Branchenentwicklung, keine Informationen zum Produkt.
Ist der Pi 5 jetzt schon ein Auslaufmodell?
Im Gegenteil. Die Reihe wurde nach dem Start noch erweitert, unter anderem um die 16-GB-Variante, und die Softwareunterstützung wird fortlaufend verbessert.
Welches Modell soll ich heute kaufen?
Für praktisch alle Projekte den Pi 5 mit 8 GB, für Container und KI die 16-GB-Variante. Wo es nur um einen sparsamen Dauerläufer geht, reicht der Zero 2 W; eine Kaufhilfe liefert die Übersicht zum Raspberry Pi kaufen.
Fazit
Der Raspberry Pi 6 ist derzeit nichts weiter als ein Platzhalter in den Köpfen – kein Termin, keine Daten, keine Ankündigung. Unsere klare Empfehlung deshalb: Kauf den Pi 5 und fang an. Er ist bis mindestens Januar 2036 zugesagt, wird sichtbar weiterentwickelt, und die spannenden Neuerungen kommen ohnehin längst über Compute Module, Pi 500 und HATs statt über eine neue Ziffer auf der Platine. Wer wirklich mehr Leistung braucht, wartet nicht auf einen unangekündigten Nachfolger, sondern greift zu einem Mini-PC. Und wer bastelt, gewinnt jeden Monat, den er nicht wartet: Ein laufendes Projekt ist mehr wert als das beste Board, das noch niemand angekündigt hat. Die passenden Ideen dafür stehen in der Projektübersicht.
* = Affiliate Link (raspi-config.de ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.)
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